Ebukanga
Spirulina
Im Februar 2019 haben wir eine Spirulinazucht in Ebukanga, im Westen Kenias unweit des Viktoria Sees, eröffnet. Zwar ist der Anbau von Mais möglich, doch die Landwirtschaft ist von häufigen Missernten geprägt und die Ernährung noch immer recht mangelhaft und einseitig, besonders unter der ärmeren Bevölkerung. Dies führt nicht selten zu gesundheitlichen Problemen. Deshalb haben wir uns entschieden, auch dort eine Spirulina-Farm zu bauen. Unser langjähriger Partner und Ansprechpartner vor Ort ist Zachuas, Vorsitzender der Inua Village Group.
Die Inua Village Group ist eine lokale Organisation, die sich in vielen Bereichen für eine positive Entwicklung vor Ort einsetzt. Besonderen Fokus legt die Foundation dabei auf die Schulbildung und die lokale Community. In diesem Rahmen sind sie auch in unterschiedlichen Ernährungsprojekten aktiv. Durch die Kooperation ist im Frühling 2019 das erste Becken auf dem dortigen Schulgelände entstanden. Das daraus gewonnene Spirulina wurde an die Schulkinder verteilt und in ihr tägliches Frühstück (Porridge) gemischt, um für eine ausgewogenere Ernährung zu sorgen (https://www.facebook.com/villagetoglobalfoundation/).
In Ebukanga haben wir unsere ursprüngliche Zuchtanlage weiterentwickelt und an die unterschiedlichen Bedingungen angepasst. So haben wir dort eine solarbetriebene Umwälzanlage (Paddle-Wheel), welche für eine schonende, langsame Durchmischung der Becken sorgt, eingebaut. Außerdem haben wir eine Trocknungskammer gebaut, in der Spirulina effizienter trocknen kann. Ein lichtdurchlässiges Dach wurde zudem über das Becken gebaut, um die Mikroalgen vor möglichen Verunreinigungen durch Regen zu schützen.
Leider waren die klimatischen Bedingungen vor Ort nicht geeignet für die Spirulinazucht. Nach einiger Zeit mussten wir eingestehen, dass das Klima vor Ort zu kalt und die Regenfälle zu stark und zu häufig sind. Deswegen mussten wir die Produktion von Spirulina in Ebukanga einstellen.
Hydroponik
Nachdem das Klima in Ebukanga für Spirulina nicht geeignet war, haben wir nach alternativen Methoden der Landwirtschaft gesucht, die einen ressourcenschonenden Anbau von Nahrungsmitteln in der Gegend gewährleisten würden. Dabei sind wir auf das innovative Konzept von Hydroponiksystemen gestoßen. Der Vorteil bei Hydroponik ist, dass die Pflanzen nicht im Boden, sondern in einer speziellen Nährlösung angebaut werden. Dieser werden alle essentiellen Nährstoffen zugefügt. Dadurch können die Pflanzen unabhängig vom Klima und der vorherrschenden Bodenqualität angebaut werden. Außerdem handelt es sich hierbei um eine wassersparende und platzsparende Methode, da Hydroponikanlagen auf mehreren Ebenen gebaut werden können. Daher haben wir uns dazu entschieden, zusammen mit Zachuas von der Inua Village Group eine Hydroponikanlage in Ebukanga zu errichten. Um Erfahrung zu sammeln haben Mitarbeiter von Zachuas einen Hydroponik-Workshop bei „Hydroponics Africa Limited“ absolviert. Einige Prototypen sollen nun Aufschluss darüber liefern, welche Nährlösungen für die verschiedenen Gemüse- und Ostsorten geeignet sind und welche Arten am besten in unserem Hydroponiksystem wachsen können. Unser Ziel ist es, eine erste Hydroponikanlage vor Ort erfolgreich zu eröffnen, um dadurch einen Beitrag zur Nahrungssicherheit vor Ort zu leisten.
Zachuas findest du auch auf unserer Teamseite.