Unsere Standorte

Immer noch stellt Mangelernährung in vielen Regionen der Welt eines der größten Probleme dar, wie auch in Kenia. Weil die Situation im Norden des Landes besonders dramatisch ist, haben wir dort mit unserem Kampf gegen den Hunger begonnen.

Mittlerweile betreiben wir neben unserem ersten Standort in Nariokotome einen weiteren Standort in Ebukanga. Beide Standorte werden in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen betrieben, Einheimische werden im Anbau ausgebildet und das Spirulina wird an die lokale Bevölkerung vor Ort gegeben. Dadurch stellen wir außerdem unsere Nachhaltigkeit sicher.

Standort 1: Nariokotome

Im April 2017 haben wir den ersten Stein für unsere Pilotfarm in Nariokotome gelegt. Nariokotome ist ein kleines Dorf im Nordwesten Kenias im Turkana-County. Die Lebensbedingungen sind hier sehr schwierig. Turkana ist eine der heißesten, trockensten und ärmsten Regionen der Welt. Temperaturen von über 45°C und extrem salziges Grundwasser machen es nahezu unmöglich, konventionelle Landwirtschaft zu betreiben. Daraus resultieren schwerwiegende Folgen für die Bewohner: 91% der Bevölkerung sind untergewichtig und 1 von 4 Kindern stirbt vor dem 5. Lebensjahr. Verantwortlich dafür ist vor allem der Proteinmangel. Zusätzlich beträgt das durchschnittliche Tageseinkommen nicht mehr als umgerechnet 1,50 €. Diese extremen Umweltbedingungen, die für herkömmliche Anbaumethoden ein großes Problem darstellen, sind optimal für den Anbau von Spirulina.

Deswegen haben wir beschlossen, genau dort unsere erste Spirulina-Farm zu errichten. Bei unserer Pilotfarm arbeiten wir mit der „Missionary Community of Saint Paul the Apostle“ (MCSPA) zusammen. Diese Organisation ist in mehreren Ländern vertreten und stellt stets eine wichtige Stütze für die vor Ort lebenden Menschen dar. Neben Mitgliedern der Mission waren auch Einheimische aus dem Dorf von Anfang an von unserer Idee fasziniert, wie beispielsweise unsere heutigen Farmmanager Joseph und Thomas. Vor allem Joseph war sofort begeistert, da er sich schon immer für Biologie interessiert hat. Beide Männer haben mit Thriving Green einen Job gefunden, den sie lieben.

Seit dem Bau unseres ersten Beckens im April 2017 haben wir den Standort vergrößert und weiterentwickelt. Beispielsweise schützt inzwischen ein Netz die Spirulina-Becken vor Sand, der vom Wind reingeweht werden könnte. Getrocknet wird das Spirulina anschließend in der Sonne. Das benötigte Wasser beziehen wir von einer Grundwasserpumpe auf dem Gelände. Durch den sehr hohen Salzgehalt im Grundwasser ist es bestens geeignet für die Kultivierung unserer Alge. Der Anbau ermöglicht es den Dorfbewohnern, sich selbstständig mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen und damit dem Problem der Mangelernährung entgegenzuwirken.

Mehr über unseren Farm Manager erfährst du in unserem Interview.

Thriving Green Donation
Becken Nariokotome
Becken Untersuchung Nariokotome
Becken Nariokotome Team

Standort 2: Ebukanga

Seit Februar 2019 haben wir einen zweiten Standort in Ebukanga, im Westen Kenias, unweit des Viktoria Sees. Anders als in Nariokotome ist die Landschaft hier deutlich grüner. Zwar ist der Anbau von Mais möglich, doch die Landwirtschaft ist von häufigen Missernten geprägt und die Ernährung noch immer recht mangelhaft und einseitig, besonders unter der ärmeren Bevölkerung. Dies führt nicht selten zu gesundheitlichen Problemen. Deshalb haben wir uns entschieden, auch dort eine Spirulina-Farm zu bauen.

In Ebukanga arbeiten wir mit der „Village to Global Foundation“ zusammen, einer lokalen Organisation, die sich in vielen Bereichen für eine positive Entwicklung vor Ort einsetzt. Besonderen Fokus legt die Foundation dabei auf die Schulbildung und die lokale Community. In diesem Rahmen sind sie auch in unterschiedlichen Ernährungsprojekten aktiv. Durch die Kooperation ist im Frühling 2019 das erste Becken auf dem dortigen Schulgelände entstanden. Das daraus gewonnene Spirulina wird an die Schulkinder verteilt und in ihr tägliches Frühstück (Porridge) gemischt, um für eine ausgewogenere Ernährung zu sorgen.

Für unseren zweiten Standort haben wir unsere ursprüngliche Zuchtanlage weiterentwickelt und an die unterschiedlichen Bedingungen angepasst. So gibt es jetzt eine solarbetriebene Umwälzanlage (Paddle-Wheel), welches für eine schonende, langsame Durchmischung der Becken sorgt. Außerdem kann das Spirulina in der neuen Trocknungskammer geschützt und effizient getrocknet werden. Und zu guter Letzt hat unser Becken ein lichtdurchlässiges Dach bekommen, welches vor möglichen Verunreinigungen durch Regen schützt.  

Link Facebook: https://www.facebook.com/villagetoglobalfoundation/

Partner in Ebukanga
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Natur Ebukanga